Alles hat einen Anfang. Wirklich alles. Genauso wie alles ein Ende hat.
Und manchmal knüpft eines an das andere an. Ich verabschiede mich gerade von ziemlich viel, das ziemlich viel mehr Gewicht und Bestand hatte in meinem Leben.
Ich hatte alles vor ein paar Wochen auf „Reset“ gestellt. Frei nach den Textzeilen von Roger Ciceros Song „Was immer auch kommt“:
„Ich werd mich heut von mir trennen und lern mich morgen neu kennen„.
Ich suche das Lied auf Spotify während ich das hier schreibe. Um mich selber zu supporten in meinem Drang, das Alte endgültig zu verabschieden und Neues entstehen zu lassen:
„Es gibt noch kein Wort, mich neu zu beschreiben… Ich werde mich löschen und selbst überleben„.
JA, ich habe meine Internetseite gelöscht, die mich nun fast 15 Jahre als Coach und Wegbegleiterin gezeigt hat. Doch dies hatte seine Zeit, für die ich sehr dankbar bin. Das bin ich nicht mehr.
Wie der Songtext schon sagt: „Es gibt noch kein Wort, mich neu zu beschreiben.
Doch plötzlich ist es da, dieses Wort. Und es haut mächtig rein in mein System. Das Wort, das plötzlich da ist, ist FEMINISTIN.
Ich erschrecke mich selbst, denn bis dato hatte dieses Wort einen leicht modrigen Klang, fast verstaubt. Meine Assoziationen damit waren nicht sehr positiv und mich selber so zu bezeichnen, wäre mir im Leben nicht freiwillig eingefallen. Aber manchmal werden einem halt die Dinge geschenkt und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt. Und ich bin weise und intuitiv genug, zu fühlen, dass das jetzt kein Zufall ist, sondern mehr… Ich fühle mich wie Sterntaler 🙂
Ich setze vor Feministin noch das Wort „Happy“ und aus Feministin wird „feminist“, da englische Worte schon seit jeher tiefer gehen bei mir.
Yes! Das bin ich. Das war ich auch schon vorher, ohne es je auszusprechen.
Am Anfang war das Wort. Ja, ich weiß, das das aus der Bibel stammt und Nein, ich entschuldige mich jetzt nicht dafür, dass ich das hier zitiere. Es passt einfach für mich. Denn es drückt aus, dass die Worte zuerst da sind und sich dann ihren Raum nehmen. Sie kommen zu uns und entfalten ihre Wirkung und erst nach und nach verstehen und anerkennen wir ihre Daseinberechtigung.
I am a happy feminist!
Das Alte ist gelöscht und das neue darf leben! Jetzt heißt es: Lesen, neugierig sein, fragen, zuhören, um die Ecke schauen, unter der Oberfläche nachforschen… Und alles in meine Worte fassen…
Oder um es mit Roger zu sagen:
„Der Moment in dem du alles stornierst,
ist der Moment, indem du kapierst,
Was immer auch kommt, es kommt mir entgegen„
Viel Spaß mit meinen Worten, Texten, Gedichten, Büchern und Geschichten!

